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Hansa-Gymnasium MINT

GYPT

Unter den Schülerwettbewerben im MINT-Bereich, von denen es inzwischen erfreulicherweise eine ganze Reihe gibt, ist der German Young Physicists‘ Tournament (GYPT) etwas ganz Besonderes: Es geht dort um anspruchsvolle experimentelle Fragestellungen aus der Physik, für die es (genau wie bei den Forschungsprojekten professioneller Wissenschaftler) bisher keine „fertige„, richtige Lösung gibt, die aber mit schulischen Mitteln erforscht werden können. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sucht sich aus einer Liste von 17 Wettbewerbsaufgaben eine heraus, die sie bzw. er systematisch untersucht. Da es keine fertigen Lösungen gibt, sind alle Hilfsmittel erlaubt.

Die Experimente, Messungen etc. müssen selbst geplant und umgesetzt werden, theoretische Erklärungen und Modelle selbst recherchiert, berechnet bzw. mit dem Computer simuliert werden. Die Ergebnisse werden sorgfältig ausgewertet und dokumentiert und in einer Präsentation zusammenfassend dargestellt.

Das eigentliche Turnier findet jeweils im Frühjahr im Physikzentrum Bad Honnef statt, der Zentrale der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Dort treten Zweier- oder Dreierteams gegeneinander an: Zuerst präsentiert ein Teilnehmer 12 Minuten lang seine Forschungsergebnisse, dann muss er weitere 12 Minuten lang einem Teilnehmer des gegnerischen Teams Rede und Antwort stehen, der die präsentierten Forschungsergebnisse auf Stärken und Schwächen abklopft. Eine Fachjury aus Physikprofessoren, Lehrern und Vertretern der DPG hat dann Gelegenheit, weitere Fragen an beide Teams zu richten, bevor sie deren Leistungen bewertet, aber auch Tipps für eine mögliche Fortsetzung der Untersuchungen gibt. Dies alles findet auf Englisch statt. Die zehn am besten bewerteten Schülerinnen und Schüler werden für die deutsche Nationalmannschaft nominiert, die dann am International Young Physicists‘ Tournament (IYPT) teilnimmt.

Link zu den Wettbewerbsaufgaben 2016/17

Das Hamburger Team Februar 2016

Beim 3.GYPT am 12. bis 14.Februar 2016 waren in Bad Honnef erstmals auch Schüler vom Hansa dabei. Der S1-MINT-Profilkurs hatte zwischen Herbst- und Weihnachtsferien im Physikunterricht in Gruppen einige der Wettbewerbsprobleme bearbeitet. Schon während dieser Phase standen wir in Kontakt mit Gruppen an der Sankt-Ansgar-Schule und am Gymnasium Süderelbe, die ebenfalls an GYPT-Aufgaben arbeiteten. Mit gemischten Teams aus diesen drei Schulen traten für das Hansa Felix Ertingshausen, Lucas Hoy und Finn Kröger mit ihren Ergebnissen in Bad Honnef an.

Dass die Fahrt nach Bad Honnef keine gewöhnliche Klassenfahrt werden würde, zeigte sich schon auf der Hinfahrt im Zug: Kaum hatten am Freitag morgen alle ihre Sitzplätze gefunden, wurden die Notebooks ausgepackt. Fast alle Schülerinnen und Schüler feilten fröhlich an ihren Präsentationen, probten mit ihren Gruppen oder ließen sich die Ergebnisse der anderen zeigen, alles in ausgesprochen guter und konzentrierter Atmosphäre und bunt über die drei Schulen gemischt.
Dieselbe gute, intensive Atmosphäre prägte auch das ganze Turnier. Dazu trug der das Physikzentrum der DPG bei, ein über 100 Jahre altes Haus mit etwas Hogwarts-Flair und reihenweise Bildern von Physik-Nobelpreisträgern an den Wänden, vor allem aber die Organisation des Turniers, die dafür sorgte, dass es einen Ort und zwei Tage Zeit gab, in denen engagierte Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Physikprofessorinnen und -professoren auf Augenhöhe über faszinierende physikalische Probleme und die Forschung daran diskutieren konnten.

Felix, Lucas und Finn und ihre Teams bekamen für ihre Präsentationen respektable Bewertungen. Den größten Erfolg für die Hamburger Gruppe feierte Dominika Stronczek von der Sankt-Ansgar-Schule: Sie schaffte die Nominierung für die Nationalmannschaft! Alles in allem eine rundherum gelungene Veranstaltung, und ein schöner Erfolg für die Hamburger Gruppe.

Der 4.GYPT findet am 3. bis 5.März 2017 in Bad Honnef statt.

Am Hansa gibt es inzwischen für alle Schülerinnen und Schüler, die daran teilnehmen möchten – oder erst einmal an den Aufgaben forschen wollen - eine AG: Freitags ab 13 Uhr wird in Raum 317 an den neuen (wiederum ausnehmend spannenden, witzigen und interessanten) GYPT-Problemen gearbeitet.

Die Hamburger Gruppe im Physikzentrum der DPG Finn (sitzend, links) und sein Wettbewerbsteam