Startseite | Sitemap | Kontakt

Hansa-Gymnasium MINT

Vogelkundliche Rundgänge

Seit über 15 Jahren: Vogelkundliche Rundgänge der 6. Klassen am Hansa-Gymnasium.

Vorbereitung: Die Klassen müssen nach Fotos die typischen heimischen Vogelarten lernen. Das wird auch in einem Test abgeprüft. Erst danach geht es nach draußen.

Alle Schülerinnen und Schüler unserer sechsten Klassen nehmen an dem Projekt teil.
Da es Kleingruppen von 5 bis 6 Schülern sind, finden die Rundgänge über mehrere Wochen im Januar und Februar statt.

Die Beobachtungen finden nach dem Unterricht in der 7. und 8. Stunde statt. Wir müssen nur fünf Minuten zu Fuß gehen bis zur „Ökostation Billetal“, wo wir vom Bauwagen aus unsere Futterstelle beobachten. Dort kommen regelmäßig Blau-, Kohl-, Sumpf- und Schwanzmeise, Kleiber, Buchfink und Heckenbraunelle, wenn wir Glück haben, auch ein Kernbeißer oder ein Buntspecht.

geschütztes Beobachten aus dem Bauwagen Buntspecht an der Futterstelle

Danach geht es am Bille-Wanderweg entlang, wo wir vor allem auf Wasservögel achten, und schließlich über die Sander Straße zurück zur Schule.
Es ist erstaunlich, wie viele Vögel man in eineinhalb Stunden am Billewanderweg beobachten: Manchmal sind es über 20 Arten.

am Billewanderweg

Oft fragen die Schüler: Warum im Winter? Die Zugvögel sind weg, im Sommer müssten es doch mehr Vögel sein. Das stimmt zwar, aber man kann sie im Winter besser beobachten, weil die Bäume kahl sind und weil die Vögel an die Futterstellen kommen. Und wir haben Zuzug aus dem Norden: Bergfinken, weißköpfige Schwanzmeisen, Wacholderdrosseln und Rotdrosseln kann man bei uns nur im Winter sehen.

Wegen des langen, harten Winters sind jetzt als seltene Gäste auf der Bille: Gänsesäger, Zwergsäger, Zwergtaucher, Kormoran und Reiherente.

Die größte Rarität: ein Kappensäger. Der muss aber aus einem Zoo oder Park entflogen sein, denn aus Nordamerika ist er wohl kaum bis an die Bille gekommen.

Was soll das Ganze? Wer über die Natur redet, sollte einige Arten kennen oder zumindest mit Hilfe eines Buches bestimmen können. Ich sage immer, es ist doch peinlich, wenn du bei Oma zu Besuch bist und an ihrem Futterhäuschen keine Blaumeise von einer Kohlmeise unterscheiden kannst – die meisten Omas können das nämlich noch sehr gut.
(Text verändert von: Dr. Karsten Gärtner, Hansa-Biologielehrer i.R. und Vogelbestimmungsexperte, der uns bei den vogelkundlichen Rundgängen tatkräftig unterstützt.)