Hansa-Gymnasium MINT
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Versuch 2

Der zweite Versuch bestand darin, Eisen(III)-Salze mit Gelbem Blutlaugensalz, auch Kaliumhexacyanoferrat(II) genannt, reagieren zu lassen.

Gelbes Blutlaugensalz entsteht, wenn man Blut, früher Schweineblut, mit Asche in einem Kessel vier Tage lang gekocht hat. Dabei wird das Blut mit der Asche ausgelaugt.

Gelbes Blutlaugensalz ist auch häufig in Lebensmitteln aufzufinden und wird mit der Lebensmittelzusatzstoffnummer E536 bezeichnet. Es wird nur bei Kochsalz verwendet, damit es nicht klumpt und rieselfähig bleibt. Dazu nahmen wir uns eine Petrischale und bedeckten den Boden vollkommen mit destilliertem Wasser. Auf die eine Seite der Petrischale gaben wir eine Spatelspitze Eisen(III)-Salze und auf die gegenüberliegende Seite der Petrischale das Gelbe Blutlaugensalz. Das Gelbe Blutlaugensalz löste sich nach einiger Zeit auf und breitete sich mit einer orange-gelben Färbung aus. Das Eisen(III)-Salz löste sich auch auf, aber breitete sich nur farblos aus.

Versuch 2: Eisen(III)-Ionennachweis

Nach einer Weile konnten wir beobachten, dass sich in der Mitte der Petrischale ein blauer Strich bildete - da wo das Eisen(III)-Salz und das Gelbe Blutlaugensalz auf einander trafen.

Berliner Blau bildet sich

Wenn man die Petrischale dreht, dann verschwimmt der blaue Strich, aber wenn man die Petrischale wieder anhält, dann bildet sich der blaue Strich wieder zu seiner Ausgangsposition zurück. Dreht man die Petrischale unaufhörlich weiter, so wird die ganze Lösung blau.

Jetzt haben wir Tinte

Dieses Blau, das wie Tinte aussieht, nennt man ,,Berliner Blau“. Es wurde früher zum Malen und heute zur Unterschreibung von Dokumenten verwendet, da es selbst einem Tintenkiller standhält. Aber Das ,,Berliner Blau“ ist auch eines der zwölf Komponenten für die Herstellung von Druckerpatronen. Da diese Tinte aus zu vielen ungelösten Klümpchen besteht, wird sie heute für alltäglichen Gebrauch nicht mehr genutzt.

Malen mit Berliner Blau