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Hansa-Gymnasium MINT

Uni HH FB Chemie Nanoscience

Das Modul "Nano-Science" verbindet drei Elemente: die Faszination nanowissenschaftlicher Möglichkeiten, das selbstständige Experimentieren im "Nano-Labor" und das Bewerten der gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen einer gesellschaftlichen Entscheidungsfrage:
Soll das Bundesumweltamt die Einführung der Nano-Silverwash-Technologie empfehlen oder nicht?

Dauer: 2 Tage Ort: Uni Hamburg, Fachbereich Chemie Zielgruppe: Oberstufenschüler

Das Modul Nano-Science aus der Sicht des MINT-Profils des Hansa-Gymnasiums

(Christine Lohmar, Fachvertreterin Chemie und MINT-Koordinatorin)

Das Modul Nano-Science, das die Universität Hamburg im Rahmen des Projekts „Brücken in die Wissenschaft“ anbietet, wird dem Projektanspruch voll gerecht.

Aus meiner Sicht ist dieses Modul eines der ganz wenigen Angebote für Oberstufenschüler in einer außerunterrichtlichen Einrichtung, die den Schülern, methodisch und didaktisch sehr gut aufbereitet, ein aktuelles Forschungsgebiet nahe bringt. Meistens fehlt eine zentrale Fragestellung, die den roten Faden vorgibt oder die methodisch-didaktische Aufbereitung des Themas, die auch für Oberstufenschüler sehr wichtig ist. Die Einbettung des Themas ist den Projektentwicklern dieses Moduls hervorragend gelungen.

Bis auf den Versuch „Nanoigel“, der hinsichtlich des nicht passenden, erstmalig eingesetzten Toners hätte besser vorbereitet werden müssen, konnten die Schüler mit Hilfe der bereitgestellten Materialien (Geräte, Chemikalien, Anweisungen, Grundlagentexte) bei eigener, sorgfältiger Durchführung erfolgreich die einzelnen Versuchsstationen durchlaufen und anhand der möglichen Beobachtungen sich gut auf die Präsentationen vorbereiten.

Es gab keinen Leerlauf. Die Versuche waren hinsichtlich ihres Schwierigkeitsgrades und der das Projekt umklammernden Fragestellung angemessen, abwechslungsreich und sehr sorgfältig ausgewählt.

Sehr positiv hervorzuheben ist auch die Idee, jeden Versuch in Nachhinein einmal durch eine Schülergruppe mit Hilfe der vorgegebenen Folie präsentieren zu lassen. Fehler, die alle nur vom Wesentlichen abgelenkt hätten, wurden dadurch von vornherein vermieden. Die Schüler konnten sich so ganz auf die Verknüpfung ihrer Beobachtung mit den sehr gut ausgewählten Abbildungen usw. konzentrieren. Der zeitliche Rahmen war deshalb sehr gut von den Schülern einzuhalten und sie konnten mit Hilfe der Abbildungen leicht auf Nachfragen ihrer Mitschüler reagieren.

Ich halte die Idee, die hinter der Ansetzung des Rollenspiels steht, für sehr entscheidend. So wird nicht nur in einem Nebensatz die Bedeutung von im Labor gewonnenen Erkenntnissen in einen gesellschaftlichen Kontext gestellt. Die Schüler werden gezwungen, sich mit den Positionen von unterschiedlichen Interessengruppen auseinanderzusetzten und für sich daraus dann eine fundierte Meinung zu bilden. Gerade das fachlich fundierte Bewerten einer gesellschaftlichen Entscheidungsfrage muss eines DER Anliegen des Oberstufenunterrichts sein.

Das Rollenspiel fand bei den Schülern sehr großen Anklang. Sie vertraten jeweils ihre Rolle mit sehr großem Engagement.

Gewinn für unsere Schule
Mit Hilfe von Mitarbeitern der Uni HH konnte der MINT-S1-Kurs im November 2014 das Projekt auch am MINT-Tag mit den 10. Klassen durchführen. Es wird angedacht, fächerübergreifend das Thema Nanoscience im Wahlpflichtbereich der 10. Klassen aufzunehmen.